Ein Blockheizkraftwerk oder BHKW erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dies ist nicht weiter verwunderlich, stellt diese Anlage wohl die derzeit effizienteste Form zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme dar.
Funktionen und Leistungen eines Blockheizkraftwerks überzeugen
Angetrieben wird das Blockheizkraftwerk zumeist durch Verbrennungsmotoren wie Diesel- oder Gasmotoren. Die Funktionsweise beruht dabei auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Die hohe Effektivität des Blockheizkraftwerk lässt sich darauf zurückführen, dass sich die Anlage im Gegensatz zu anderen Kraftwerken auch die produzierte Abwärme zu Nutze macht. Dadurch, dass diese Abwärme direkt am Ort der Stromerzeugung verwendet werden kann, erzielt das Blockheizkraftwerk einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Kombinationen von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk. Im Idealfall erzeugen Blockheizkraftwerke nicht nur Wärme für die Heizung sondern auch für Brauchwasser, Bad sowie Wasch- und Spülmaschine. Betrieben wird ein Blockheizkraftwerk entweder mit Öl, Gas oder Holz. Die Einschränkung auf regenerative Energien wie etwa im Falle einer Solaranlage, ist hierbei aufgrund des Einsatzes fossiler Brennstoffe nicht gegeben. Im Regelfall weist ein Blockheizkraftwerk eine elektrische Leistung von zwischen 5 kW und 5 MW auf. Liegt diese unter 50 kW, spricht der Fachmann auch gerne von einem Mini- oder Mikro-KWK.
Auch unter Renditegesichtspunkten absolut zu empfehlen
EIn Blockheizkraftwerk ist durchaus in der Lage, 40% der Primärenergie einzusparen. Wesentlich für die Wirtschaftlichkeit eines gewöhnlichen Blockheizkraftwerk ist allerdings eine große jährliche Betriebsstundenzahl im hohen Lastbereich von etwa 4.000 pro Jahr. Der Ausgleich der Anfangsinvestition soll hierbei vorrangig durch die finanzielle Vergütung für erzeugte Wärme- und Strommenge erfolgen. Aktuell sind erst wenige Anlagen verfügbar, welche die erzeugte Wärme und somit den produzierten Strom verändern können (Modularbetrieb). Können Bedarfsschwankungen nicht kompensiert werden, kommt es zur ständigen An- und Abschaltung des Kraftwerkes, was einen sinkenden Gesamtnutzungsgrad zur Folge hätte. Um eine eventuelle Ersparnis errechnen zu können, müssen die Anschaffungs- und Betriebskosten (Abschreibungen, Brennstoff, Wartung etc.) den Einnahmen für Wärme und Strom gegenübergestellt werden. Insbesondere Besitzer von Einfamilienhäuser lassen sich zumeist durch Anfangsinvestitionen von mindestens 12.000 EUR abschrecken.
Gefördert werden derartige Anlagen im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes. Die Netzbetreiber sind rechtlich dazu verpflichtet, das Blockheizkraftwerk ans Stromnetz anzuschließen und den eingespeisten Strom entsprechend zu vergüten. Kommt die KWK-Anlage am Ort der Nutzung zum Einsatz, so kommt der Inhaber zusätzlich in den Genuss eines KWK-Zuschlags. Auch die Steuererleichterung ist unter dem Aspekt der staatlichen Förderung mit einzubeziehen. Hierunter fällt etwa die Erstattung der Energiesteuer für den verwendeten Brennstoff.
Die hohe Effizienz sowie steigende Öl-, Strom- und Gaspreise machen Blockheizkraftwerke immer attraktiver. Daneben sprechen auch Renditeerwartungen und Energiebedarf für die Anschaffung dieser innovativen Anlage. Die hohen Investitionskosten sowie die fortlaufenden Kosten lassen sich zumeist bereits nach wenigen Jahren amortisieren.
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